Rückblick Waldfest

Bei super Wetter konnten wir auch diese Jahr wieder zahlreiche Besucher beim Waldfest in Flacht begrüßen. Ein großes Dankeschön an dieser Stelle allen Helfer:innen und Kuchenbäcker:innen, die dieses Fest erst möglich machen.

Für die Bewirtung sorgten viele Freiwillige.
Natürlich darf auch Live-Musik des Akkordeonorchester Animato nicht fehlen.

Rückblick Jubiläumskonzert – 75 Jahre

Am Samstag, dem 20. April, konnten die Besucher ein besonderes Konzert der HHF Flacht-Weissach erleben. Nach der Begrüßung des 1. Vorsitzenden Joachim Baudisch hatten die Accordion Kids unter der Leitung von Erika Schiller ihren großen Auftritt. 35 Kinder, bestehend aus der Glockenspiel- und Akkordeon-AG, Akkordeonschülern und dem Schülerorchester, begeisterten die Zuhörer der voll besetzten Strudelbachhalle mit ihren Darbietungen.

Anschließend gab das Mundharmonika-Ensemble ein „Samba-Medley“ und „Bouna Sera“ zum Besten.

Danach bot sich den Gästen ein ungewöhnlicher Anblick. Auf der extra für dieses Konzert aufgebauten Bühne hatten fast 40 Spielerinnen und Spieler Platz genommen: Das Akkordeonorchester Animato und das Orchester des Harmonikarings Berghausen. Beide Orchester stehen unter der Leitung von Ralf Schwarzien. Den festlichen Auftakt machte das Akkordeonorchester Animato mit dem bekannten Champagner-Galopp.

Beide Orchester musizierten in der Folge abwechselnd, mal dirigierte der Dirigent das rechte und mal das linke Orchester. Der Höhepunkt vor der Pause war das erste gemeinsam musizierte Stück „Lord of the dance“. Irische Tänze und Melodien wurden hervorragend und schwungvoll dargeboten. In der Pause wurden die Besucher mit leckeren Häppchen und Getränken verwöhnt.

Im zweiten Teil präsentierten beide Orchester ein Feuerwerk an bekannten Melodien, die zum Mitsingen und Tanzen aufforderten. Als Überraschungsgast wurden die Orchester noch gesanglich von Markus Rößle begleitet. Auch der Dirigent ließ es sich nicht nehmen, die stimmungsvollen Hits gesanglich zu untermalen. Bekannte Titel wie „Quando, quando“, „Loco in Acapulco“, „Don’t pay the ferryman“ oder „1001 Nacht“ animierten das Publikum zum Mitsingen.

Das große Finale wurde von allen Mitwirkenden mit „Sarà perché ti amo“ beschlossen; auch die Kids wirkten noch mal mit. Das Publikum klatschte frenetisch Beifall, sodass die Musiker noch eine Zugabe spielen mussten!

Wir danken allen Gästen für ihr Kommen.

Joachim Baudisch eröffnet das Jubiläumskonzert mit einem kurzen Einblick in die Vereinsgeschichte
Dabei hat der Vereinsnachwuchs schon Platz genommen …
… und wartet gespannt auf seinen Einsatz.
Den Start macht das Schülerorchester.
Mit beschwingten Melodien lädt das Mundharmonika-Ensemble zum Mitmachen ein.
Ralf Schwarzien leitet die Akkordeonorchester Berghausen und Animato
Dank gekonnter Percussion kommen nicht nur unsere kleinen Gäste ins Tanzen
Markus Rösle unterstützt die Orchester wieder gesanglich.
Beim Finale sind nochmal alle dabei.

Wie begeistert man Kinder für die Quetschkommode?

Konzentriert proben die Mitglieder des Akkordeonorchesters Animato für das Jubiläumskonzert . Foto: Simon Granville

15.04.2024 Stuttgarter Zeitung
Die Handharmonikafreunde Flacht-Weissach begehen dieses Jahr ihr 75-jähriges Vereinsjubiläum. Die Zeiten von Seemannsliedern oder Skihüttengaudi sind laut dem Vorstand lange vorbei. Am Samstag findet das Jubiläumskonzert statt.

Wiebke Kahns

Die Probe im Vereinsheim mitten in Flacht beginnt. Ralf Schwarzien, der Dirigent des Akkordeonorchesters Animato der Handharmonikafreunde Flacht-Weissach (HHF), sortiert die Noten. „Wir beginnen mit der Champagner-Polka“, kommt dann seine Ansage. Doch zunächst spricht er mit den Musikern erst einmal darüber, was beim Jubiläumskonzert zu Beginn auf dem Programm steht: Die Kinder, die Erika Schiller ausbildet, werden den Anfang machen. Nach dem „Champagner-Galopp“ und „Blue Tango“ spielt der Harmonikaring Berghausen, darunter „Schuld war nur der Bossa Nova“ und „Quando, quando, quando“. Unter den Akkordeonspielern herrscht eine fröhliche Stimmung, es wird gelacht.

Schließlich geht es mit der Probe wirklich los. Die Blicke sind konzentriert auf die Noten gerichtet. Das Spiel bei der Champagner-Polka ist flott und mitreißend. Man möchte am liebsten mittanzen. Der Dirigent nimmt noch feine Korrekturen vor. Also, das Ganze nochmal von vorn. Dennoch merkt man den Musikern an, wie gern sie ihr Instrument spielen. Für den Dirigenten gilt es, beim Champagner-Galopp an der richtigen Stelle einen Champagnerkorken knallen zu lassen. Nein, eine Champagnerflasche hält er nicht in Händen, aber eine Luftpumpe, an dessen Ende ein Korken am Band sitzt.

Die Luftpumpe ersetzt die Champagnerflasche

Nachdem Günther Stoll, der vorherige Dirigent des Akkordeonorchesters, im Juni 2021 unerwartet starb, konnte man mit Ralf Schwarzien übergangslos einen neuen Dirigenten gewinnen. Er leitet derzeit drei Akkordeonorchester, darunter das in Berghausen, das beim Jubiläumskonzert in der Strudelbachhalle als Gast auftritt, und zudem zwei Chöre.

Die letzte große Veränderung bei den Handharmonikafreunden Flacht-Weissach gab es 2018. Da löste sich die Orchestervereinigung Flacht-Rutesheim auf, und es wurde das Akkordeonorchester Animato in Flacht gegründet. 2022 fand die Verschmelzung mit der Handharmonikagemeinschaft Weissach (HGW) statt.

75 Jahre – das ist nicht selbstverständlich für einen Musikverein und einen Akkordeonverein im Speziellen. Ralf Schwarzien, Silke Hundertmark-Keller, zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit im Verein, und der Vorsitzende Joachim Baudisch sprechen auch über die Schwierigkeiten des Vereins. So sagt Joachim Baudisch, dass das Akkordeon immer noch mit Musik auf der Skihütte oder Seemannsliedern verbunden wird. Dabei hebt Silke Hundertmark-Keller hervor, dass sie schon mit ihrem vorherigen Dirigenten Günther Stoll auch konzertante Stücke gespielt hätten. Inzwischen gebe es für das Akkordeon ein reichhaltiges Angebot an Musikstücken aus allen Bereichen. Es gebe zwar wenig Komponisten, die speziell für das Akkordeon geschrieben hätten. Aber auch Bach oder Mozart könne man auf das Instrument übertragen. Schwarzien und Hundertmark-Keller bemängeln allerdings, dass die Popularmusik bei den Akkordeonorchestern erst Anfang der 90er Jahre Einzug gehalten hat. Damit hätte man Jüngere für das Instrument begeistern können.

Es gibt ein reichhaltiges Angebot an Musikstücken

Seit der Zeit, als Günther Stoll Dirigent und musikalischer Leiter des Orchesters war, geben die Akkordeonspieler jedes Jahr zwei Konzerte, jedes mit einem neuen Programm – ein Unterhaltungskonzert im Frühjahr und ein konzertantes Konzert im Herbst. Allerdings gibt Hundertmarkt-Keller zu: „Das ist herausfordernd.“ Stoll war es wichtig, das Image der Akkordeonmusik aufzuwerten, also das Spielen von Originalliteratur und neue Musikrichtungen zu etablieren.

Doch auch wenn man ein solches Angebot macht, muss man sich um ein Publikum bemühen. Aus diesem Grund setzt der HHF auf den Nachwuchs. „Die Kinder bringen dann zu den Konzerten auch die Eltern mit, sodass man sich ein Publikum heranzieht“, sagt Joachim Baudisch. Um Kinder und Jugendliche für das Instrument zu begeistern, betreibt der HHF eine intensive Kinder- und Jugendarbeit: Der „Musikgarten“ ist ein Eltern-Kind-Konzept und für Kinder bis zum fünften Lebensjahr gedacht. Durch Singen, Musizieren, Bewegen und Musikhören wird die natürliche musikalische Veranlagung der Kinder geweckt. Bei der Akkordeon-AG erhalten Kinder in der Grundschule einmal wöchentlich Unterricht.

Die HHF betreiben intensive Kinder- und Jugendarbeit

Um gute Kinder müsse man sich nicht kümmern, sagt Ralf Schwarzien. „Aber die Kinder, die sich im Mittelfeld bewegen, die müssen üben. Dann kommen sie voran.“ Deshalb sieht er im Schulsystem mit dem Nachmittagsunterricht ein Problem. Silke Hundertmark-Keller weiß: „Es ist schwierig, die Kinder bei der Stange zu halten.“ Hundertmark-Keller und Baudisch wissen, dass es für Kinder einfacher ist, wenn daheim bereits ein Elternteil Akkordeon spielt. „Dann bleiben sie eher dabei“, so die beiden Akkordeonspieler. Ralf Schwarzien fügt hinzu: „Sie können dann nachfragen, wenn die Eltern Musik machen.“ Es sei dann auch normal, dass man übt, so Hundertmark-Keller. Sie spricht aus eigener Erfahrung, denn schon ihre Mutter und ihr Opa waren Akkordeonlehrer, eine Freundin hat das Instrument ebenfalls gespielt.

Wenn man die wechselvolle Geschichte des HHF anschaut, dann ist anzunehmen, dass der Verein auch die derzeitigen Probleme meistern wird.

Das Akkordeonorchester Animato feiert das 75-Jahr-Jubiläum der Handharmonika-Freunde Weissach-Flacht mit einem Konzert am Samstag 20. April, um 19 Uhr in der Strudelbachhalle in Weissach. Die Hallenöffnung ist um 18 Uhr. Der Eintritt kostet 15 Euro.

Das besondere Konzert

Unter dem Titel „L’Arlésienne“ musizierte das Akkordeonorchester Animato unter der bewährten Leitung seines Dirigenten Ralf Schwarzien am 3. März in der Ulrichskirche in Schützingen.

Auf dem Programm standen Werke der Komponisten Bizet, Albiez, Moulin, Youn und Köhler. Alle klassischen Werke hatten einen folkloristischen Hintergrund, den die o.g. Komponisten in ihre Werke einfließen ließen.

Die Zuhörer erlebten französische Momente in Bizets „L‘Arlésienne-Suite“, spanisches Kolorit in Albenizs „Asturias“, überwältigende Größe in Köhlers „Aus Nordlands Bergen“ und orientalischen Tanz in Moulines „Faraon“. Mit fernöstlichem Charme in „A legend of Yao“ wurde das Konzert offiziell beendet.

Das begeisterte Publikum applaudierte minutenlang, bis das Orchester noch die „Humoreske“ von A. Dvorak zum Besten gab.

Mit einem Glas Sekt und Häppchen ließen alle das Konzert ausklingen.

Der Erlös ging an ein von Gemeindemitgliedern gegründetes Schulprojekt in Indien.

Gruppenbild des Akkordeonorchesters Animato vor der Ulrichskirche in Schützingen
Bericht unseres Konzerts im Mühlacker Tagblatt vom 6. März 2024

Mitgliederversammlung 24. Februar 2024

Zahlreiche Vereinsmitglieder besuchten die ordentliche Jahreshauptversammlung in den Vereinsräumen der Alten Schule in Flacht.

Der erste Vorsitzende Joachim Baudisch eröffnete die Sitzung und berichtete über erfolgreiche Vereinsaktivitäten und Veranstaltungen im zurückliegenden Jahr 2023.

Die Kassiererin Anastasia Rast informierte die Anwesenden über eine überaus positive finanzielle Entwicklung im Jahr 2023. Der Verein ist finanziell solide aufgestellt, wodurch die gemeinnützigen Aufgaben wie z.B. Kooperation Schule – Verein, Jugendarbeit und Jugendorchester weiterhin erfolgreich geleistet werden können.

Der Vorstand wurde entlastet und bei den anschließend durchgeführten Wahlen der erste Vorsitzende Joachim Baudisch für weitere zwei Jahre gewählt.

Den Posten der Schriftführung übernimmt nun Silke Hundertmark-Keller und ihr Stellvertreter wird Winfried Jauch. Die Stellvertretung der Kassiererin wurde mit Daniela Schmälzle neu besetzt. Rainer Herrmann wurde für zwei weitere Jahre als Beisitzer gewählt.

Um die immer vielfältigeren Aufgaben effektiver bearbeiten zu können, möchte sich der Verein eine modifizierte Zuständigkeitsstruktur mit klaren Verantwortlichkeiten geben; ein entsprechender Entwurf wurde unter TOP Verschiedenes von Benjamin Strauch vorgestellt.

Im Anschluss wurden von Ernst Fuchs, Bezirksvorsitzender des DHV Bezirk Würm-Nagold, Ehrungen für langjährige Spielerinnen und Spieler sowie für musikalisches ehrenamtliches Engagement vorgenommen. Ferner wurde Joachim Baudisch als Erster Vorsitzender ein Pokal für das 75-jähriges Vereinsjubiläum überreicht.
Joachim Baudisch ehrte zum Schluss noch Mitgliederinnen und Mitglieder der HHF Flacht-Weissach für ihre Mitgliedschaft im Verein.